Mobby Dick und die Jetty

Mobby Dick habe ich nicht gesehen. Aber eine Reihe Buckelwale. Naja, meistens nur den Buckel der Buckelwale.
Aber trotzdem genial. Und wenn dann so einer abtaucht und man die riesen Flosse sieht, das ist schon cool.
Wenn man dann aber liest  das Japan dieses Jahr wieder einige hundert Wale abschlachten will, ist das wieder weniger cool.

Nach dem das mit den Mantas in Coral Bay nicht geklappt hat, und in Kalbarri die Wale dann auch schon weg waren, bin ich froh, das das heute geklappt hat. Es war ganz schön windig und kühl auf dem Boot. Und es hat teilweise heftig geschaukelt.
Abert absolut zu empfehlen. Nur das mit dem Fotografieren von Walen, oder anderen Tieren im Meer, ist so eine Sache.
Man sieht sie meistens nicht so schnell. Das Boot schaukelt wie verrückt und wenn man sie gesehen hat, sind sie auch schon wieder weg.
Aber ein paar Bilder gibt es dann doch….

Ein anderes, interessantes Thema sind Jetties. Weiß jemand was eine Jetty ist?
Hier ist die Antwort: http://en.wikipedia.org/wiki/Jetty

Das ansich, ist ja noch nicht so interessant. Aber was die Aussies aus ihren Jetties machen:

Carnavon , behauptet die längste Pier im Norden (im Norden von WA wohl)
zu haben. Sie ist rund 1500m lang.
Wickham, auch im Norden,  behauptet die längeste Jetty von Australien zu haben. Die ist dann 2,5km lang.
Und Busselton, südlich von Perth, beansprucht für seine Pier den Titel „Längste hölzerne Pier der südlichen Hemisphere“.
Allerdings sagt das Port Germein in SA (Süd-Australien) auch von seiner 1,5km langen Pier. Die in Busselton ist rund 1800m lang.

Also, alles etwas verwirrend, aber in jedem Prospekt von dem entsprechenden Ort wird die jeweilieg Jetty als die Touristenattraktion  dargestellt.

Allen gemein ist, das sie weit auf’s Meer raus gehen. Man viele Angler sieht, und das war’s dann auch.
Gebaut wurden die Dinger vor langer Zeit, damit größere Schiffe anlegen konnten. Das hat sich aber erledigt. Schiffe legen da nicht mehr an.

Aber die Aussies lieben ihre Jetties.
Wenn sie meinen.
Ich bin der Meinung: Hat man eine gesehen, hat man alle gesehen 😉

Bis die Tage…

Die Pinnacles…

..sieht man auf meiner Webseite.Oder bei Obi.
Nee. Oder im Nambung National Park, ca. 2h nördlich von Perth.
Schon cool, wie die dan einfach in der Landschaft rum stehen.
Und, jetzt werde ich mal etwas „klugscheißen“ und erzählen wie die entstanden sind.
Das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern es stand im Reiseführer. Also:
Es war einmal, da lagerten sich abgestorbene Muscheln am Meeresboden ab, werden mit der Zeit zu Muschelkalk und mischen sich mit quarzhaltigem Sand. Das Gemisch wird dann im laufe der Zeit durch Wellen, Wind und so ans Land getragen und zu hohen
Dünen aufgetürmt. Soweit alles klar? Gut!
Der Sand betseht dann vor allem aus Quarz und Kalziumkarbonat. Dieses Kalziumkarbonat wird vom Regen gelöst und sickert durch die Quarzschicht,
die nicht wasserlöslich ist. Darunter sammelt sich das Kalziumkarbonat und verfestigt sich zu einer Kalksteinhschicht.
Das passierte so in den letzten 500 000 bis 50 000 Jahren.
Noch während sich diese Kalksteinschicht entwickelte, siedelten sich Pflanzen oben auf dem Sand an.
Eine neue Schicht, aus säurehaltiger Erde und Humus entsteht. Säurehaltiges Wasser sickert dann nach unten und beschleunigt den Prozeß der Versteinerung.
Eine äußerst feste Kalksteinkruste entsteht. Unter dieser Kruste verfestigt sich der Rest nicht gleichmässig.
Dort, wo durch Wurzeln ein erhöhter Wasserfluß ist, geht es schneller und wird härter.
Im Laufe der Jahre ändert sich dann das Klima, es entstehen evtl. Buschfeuer. Auf jeden Fall sterben die Pflanzen ab.
Der lose Quarzsand kann vom Wind fortgetragen werden. Und die Errosion schlägt voll ein.
Nur da wo sich das ganze verfestigt hatte wird nichts weggespült oder geweht.
Es entstehen die Pinnacles.
Alles klar? Im Reiseführer waren noch ein paar Bilder zur Demonstration. Die lasse ich mal weg. Erstens habe ich nix zum einscannen und zweitens ist da ja noch die Sache mit dem Urheberrecht.
Wer es genauer wissen will kann ja mal in den Nambung National Park kommen. Im Visitior Center erklären die das auch. Oder google hilft weiter 😉   (hoffe ich)

Ich mache mich nun auf jeden Fall auf den Weg die Gegend südlich von Perth zu erkunden. In der Hoffnung doch noch irgendwo eine Walbeobachtungs Tour machen zu können.
Und in der Hoffnung, das das Wetter besser/wärmer wird als es da gerade ist ist.
Im Vergleich zu den 35-40 Grad im Karijini Nationalpark ist es hier mit 25 Grad tagsüber und recht frischem Wind, nicht gerade warm. Vor allem abends.

An der Südküste von DabbelJuuÄäi (WA = West Australien) ist es laut Zeitung noch etwas frische. Nur so max. 20 Grad,eher weniger. Ich hoffe mal das ändert sich schnell. Da will ich nämlich so langsam mal hin. Und, ich habe zwar auch dickere Klamotten eingepackt, aber der Schwerpunkt lag schon auf kurzen Hosen und T-Shirt.

Na, die Aussies würden wohl wieder sagen No worries….

In diesem Sinne noch viel Spaß….

G’day…

mal wieder was von mir. Diesmal bin ich schon ein ganzen Stück südlicher als beim letzten Eintrag.
Zur Zeit bin ich, bzw. war ich gestern,  in Kalbarri. Die haben hier einen ganz netten National Park mit einem 8km langen Wanderweg.
Lohnt sich. Obwohl auf den Schild im Nationalpark, unteranderm, steht man soll das nicht alleine machen bin ich da alleine lang. Und, was soll ich sagen, ich habe es überlebt. Aber stimmt schon, wenn was passiert auf dem unwegsamen Wegen (wenn man das Weg nennen kann) dann hat man ein Probelem. Da aber heute noch mehr Leute unterwegs waren, war das Risiko wohl vertretbar. Auf jeden Fall hat es sich gelohnt, finde ich.
Ich hatte eigentlich die Hoffnung hier endlich auch mal eine Wal-Beobachtungs Tour zu machen. Aber die Wale sind schon durch. Nix mehr mit Walen.
Jetzt hoffe ich südlich von Perth noch welche „zu treffen“. Mal abwarten und Daumen drücken. Dazwischen kommt allerdings noch der Nambung National Park mit den Pinnacles.

In diesem Sinne:

No worries mate…

Das war wohl nix. …

…aber es war trotzdem super.
Die lezten Tage war ich auf der Halbinsel bei Exmouth. An deren Westseite der Ningaloo Marine Mark liegt, mit Korallen, die bis an den Strand reichen.
Einfach ins Waser gehen, Flossen und Taucherbrille aufsetzten und es kann los gehen. Keine aufwendigen Touren buchen um erst mit Boot ans Riff zu fahren oder so.
Eine Tour wollte ich dann aber doch machen, Whalewatching. Hat leider nicht stattgefunden, wohl zu wenig Leute.
Gut das man zum Schnorcheln keine Tour braucht. Also zwei Tage Schnorcheln. Leider war der Akku der Kamera bald leer und Strom hatte ich die zwei Tage nicht.
Etwas weiter südlich, in Coral Bay, gehört auch noch zum Ningallo Marine Park, wollte ich dann mit Mantas (Teufelsrochen) schwimmen. Da muß man wieder eine Tour buchen.
Als ich dann morgens am Treffpunkt bin wurde die auch abgesagt wegen zu viel Wind. Dachte mir das schon fast als sie im Radio eine „strong wind warning“ gesagt haben.
Habe mich dann auf die Liste für den nächsten Tag setzten lassen. Aber da kamen dann wieder nicht genug Leute zusammen, außerdem war es immer noch sehr windig.
Selbst wenn die Tour stattgefunden hätte, es wäre richtig frisch geworden mit dem Wind.
Kommt halt davon, wenn man am Ende der Saison hier ist. Langsam kommt ja jetzt hier die „Wet Season“, mit Cyclonen und so. Ich fahre weiter nach Monkey Mia, mal sehen ob die Delfine da mich wenigstens sehen wollen…

Die Entfernungen sind schon gewaltig…

…und es ist wenig bis gar nichts los, unterwegs.
Auf den Rund 400 km sind mir heute 50 Autos oder LKWs entgegen gekommen.
Einmal sogar ein Schwertransport bestehend aus 2 LKWs, zwei zivilen Begleitfahrzeugen und einem Polizeiauto.
Die waren so breit, das ich am Straßenrand warten mußte.
oversize
Einen Camper und einen LKW habe ich überholt und ein Auto ist an mir vorbei gefahren
als ich auf einem Rastplatz stand.
Alles in allem also nicht so viel los hier auf den Straßen.
Da habe ich fast so viele Ampeln auf 25km auf dem Weg ins Büro (vor Einführung der Umweltzone).
Umweltzone? Was war das gleich noch mal? Kann mich schon garnicht mehr dran erinnern.
Jetzt sind gerade mal zwei Wochen rum, wo ich nicht mehr im Büro war und es kommt mir schon vor wie eine Ewigkeit.
Aber die Entfernungen sind schon gewaltig. Jetzt bin ich wieder drei Tage von Broome aus gefahren um nach Exmouth, bzw. zum Ningaloo Riff zu kommen.Und das alles durch eine Landschaft, die zwar schon schön ist, aber wenig Abwechslung bietet.
Mal ist am Straßenrand alles verbrannte

burned bush

mal grün. Hier und da mal ein Hügel. Die Büche und Sträucher sind mal etwas höher mal etwas niedriger, selten sind garkeine da.
Da ist das schon eine Sensation, wenn ein anderes Auto entgegen kommt. Und so verhalten die Aussies sich dann auch: Man grüßt sich kurz.
Die meisten jedenfalls.
Bleibt noch das Radio. Mittelwelle natürlich nur, und das auch nicht überall.
Und da sendet dann ABC (Australien Broadcasting Company, oder so ähnlich). Wird viel geredet, wenig Musik gespielt.
Und wenn man Pech hat kommt den ganzen Nachmittag nur eine Übertragung von einem Cricketspiel.
Das ist nun wenig interessant. Erstens versteht man nichts von dem Spiel und zweitens ist das mit der Sprache auch so eine Sache.
Aber den Aussies scheint es zu gefallen, wenn mitten in der Woche Nachmittags so ein Spiel übertragen wird. Ich hoffe mal für sie, das die richtige Mannschaft gewonnen hat…

Sonnig und 30°C, so muß Urlaub sein…

Hallo!
Nach gut 600km am Stück von Port Headland nach Broome bin ich nun in Broome.
Um Euch alle mal etwas neidisch zu machen das aktuelle Wetter:
Heute war es sonnig, so um die 30-36 Grad und leicht schwül. Da es aber aber auch etwas windig war, war das ganz gut auszuhalten. Auf jeden Fall besser als das Wetter in Deutschloand, wenn das stimmt was wetter.com sagt 😀
Und jetzt, es ist so 22:20, sind es wohl immer noch 25 Grad.
Und in paar Stunden vorher gab es einen genialen Sonneuntergang am Strand und ein kühles Bier dazu.
Das Bier ist leer, aber den Sonnenuntergang habe ich fotografiert. Bilder gibt es auf meiner Webseite.

Das nächste richtige Ziel ist das Ningaloo Reef
Mal sehen, Wale werden wohl nicht mehr da sein. Die Saison ist im Oktober zu Ende.
Aber die haben da schon noch genug andere Tiere…
Komischerweise, da wir gereade bei Tieren sind, ich habe noch garkein Känguru gesehen. OK, kein lebendes.
Tote lagen schon einige am Straßenrand. Wie auch tote Rinder und was weiß ich noch.
Selbst im Malcolm Douglas Corcodile Park  gab es keine. Aber es geht da ja auch um Krokodile.
Und die gab es da. Das ich die nicht in Freiheit sehe, da bin ich ganz froh drum.
In diesem Sinn, noch frohes Schaffen und bis die Tage.

CU

Die Zivilisation hat mich wieder

Nach längerer Zeit ohne Internet habe ich nun mal wieder einen Internet Zugang.

Neue Bilder sind auch schon online. Vor allem aus dem Karijini National Park. Da war ich nämlich die letzten zwei Tage.
Das ist echt Klasse. Super Landschaft, coole Schluchten und wilde Tiere 😉
Schon interessant, wenn man in der Dämmerung noch  draußen sitzt, man dann hinter sich was hört, sich um dreht und dann einem Dingo  Auge in Auge schaut.
Aber Menschen gehören nicht in deren Beuteschema. Die ziehen dann Schaf und Kaninchen vor. Und der war dann auch ganz schnell im Busch verschwunden. Leider zu schnell, so schnell hatte ich den Foto dann nicht zur Hand 🙁
Aber  ich bin dann doch lieber ins Auto 😉
Na, keine Sorge, Schlangen habe aber ich keine gesehen.
Nur ein paar Echsen.
Was man allerdings oft sieht am Rande der Straße, besonders wenn  auch viele der riesen Road Trains fahren, sind tote Tiere. Kängurus, Rinder, und was weiß ich noch. Wenn die so einem riesen LKW vor die Nase hüpfen, dann war das der letzte Hüpfer den sie gemacht haben.
Die Road Trains haben teilweise drei oder vier Anhänger und sind dann gut 50m lang. Bis so einer bei einer Vollbremsung steht, dauert es halt seine Zeit.
Apropos Zeit.
Letztes Wochenende wurde auch in WA die Uhr umgestellt.
Aber auf Sommerzeit.
Also eine Stunde vor.
In Deutschland auf Winterzeit, also eine Stunde zurück.
Was sagt uns das?
Erstens beträgt der Zeitunterschied zwischen WA und Deutschland nun  8h.
Zweitens ist dieses Jahr für mich zwei Stunde kürzer. Denn im Frühjahr war ich
in Deutschland, als die Uhr vorgestellt wurde. Also eine Stunde weg.
Normalerweise bekommt man die Stunde ja im Herbst „zurück“.
Wenn man aber im Herbst dann in Down Under ist, wo dann wieder auf Sommerzeit
umgestellt wird, geht noch eine Stunden weg.
Kein Wunder das die Zeit immer so schnell vorbei geht 😉

No worries…

See you later…

Zweiter Tag in Perth

Update zu gestern:
Die Weihnachtsbeleuchtung ist noch nicht eingeschaltet.
Das habe ich heute gesehen, als ich abends noch mal in den Kings Park bin um die Skyline bei Nacht zu fotografieren.
Das Ergebnis sieht man hier www.sven-w.de
Ansonsten war es ein ruhiger Tag, nur ein paar Sachen  besorgt, wie z.B. Straßenkarten.
Denn morgen wird es ernst, dann hole ich mein Auto. Und dann geht es los.
Erstes richtiges Ziel ist der Karijini National Park, gut 1200km oder so nördlich von Perth.
Perth an sich finde ich jetzt nicht so aufregend. Und das TV Programm unterscheidet sich auch nur unwesentlich zum Deutschen: CSI New York, CSI Las Vegas, Ciminal Minds, Kochsendungen und so weiter und so weiter.
Wird also Zeit das es weiter geht.

So, stay tuned…

Ist denn schon Weihnachten?

G’day,

der erste volle Tag in Pert, Western Australia. Das Wetter ist gar nicht so wie man sich das als Mitteleuropäer für die Weihnachtzeit vorstellt. Sonnig und warm. Und ich habe auch noch keine Lebkuchen oder als Weihnachtsmann verkleidete Schokohasen gesehen. Aber es gibt auch Straßen da hängt die Weihnachtsbeleuchtung schon.
X-mas at King Street in Perth
Und ich dachte nur die Deutschen sind so verrück im Oktober (oder früher) schon Weihnachtszeug zu kaufen. Die Aussies scheinen genauso zu sein. Mal gespannt wie sich das weiter entwickelt. Vorweihnachtszeit im Sommer wird auf alle Fälle spannend.